Derbys sind dooof
15.09.2010Fast jeder Fussballfreund (oder Freund fast jeder anderen Mannschaftssportart) wird mir an diesem Punkt sicherlich widersprechen. Ich kann mir die Argumente richtig vorstellen:
“Bist du bekloppt? Gerade DIESE Spiele sind doch besonders spannend!” oder “Mensch, da können wir es den anderen mal so richtig zeigen!” etc.
Doch genau da liegt für mich der Knackpunkt: Mit sportlichen Leistungen hat das nichts mehr zu tun. Da wird die Rivalität zweier “Vereine” oder “Städte” genutzt, um ein zusätliches emotionales Feuer zu entfachen!
Ganz ehrlich: ich brauche sowas nicht um “in Fahrt” zu kommen!
Mir ist es letztlich auch völlig egal, ob gegnerische Verein Kaiserslautern, Frankfurt oder sonstwie heisst! Für mich zählt nur der sportliche Aspekt! Das andere drumherum heizt zwar die Stimmung zusätzlich an – doch wirklich zum Sport gehört das nicht mehr. Das ist mehr was für die Fans – denn die wirkliche Rivalität zweier Vereine findet letztlich – wenn überhaupt – auch nur auf dem Platz statt. Vor und nach dem Abpfiff ist das meist schon wieder gegessen – auch wenn sicherlich viele Spieler in den Hinterköpfen haben, sie müssten das unbedingt für “ihre Fans” nach Hause bringen.
Unnötig! Nötig aber ist, das die Mannschaft die entsprechende Leistung auf dem Platz zeigt. Konzentriert an die Sache rangehen und wenn möglich das Spiel nach Hause bringen – und wenn es nicht sein soll, das man gewinnt – ja mei, dann sollte es halt mal nicht sein.
Zumal beim gestrigen Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern die erste Halbzeit auch nicht wirklich berauschend war. Ok. die Pfälzer waren in der 1. Hälfte eindeutig die bessere Mannschaft – und hätte Lakic noch den 2:1 Treffer erzielt, wäre das Spiel sicherlich anders ausgegangen. Aber die Passivität der “roten Teufel” rächte sich und so konnten die Mainzer innerhalb von 3 Minuten das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden.
Als Holtby den Ball zu Bungert passte und dieser den Ball souverän in die Lauterer Maschen schob dachte ich auch einen Moment lang “das ist doch Abseits!” – aber die Fahne blieb unten und das Tor zählte! Wie man später in der TV-Wiederholung sehen konnte, hob ausgerechnet der Ex-Mainzer Chadli Amri das Abseits auf.
Das Tor von André Schürrle machte mal wieder so deutlich, warum dieser Spieler von anderen Top-Clubs sosehr umworben ist! Ich denke es ist klar, das er in der nächsten Saison wohl nicht mehr in Mainz kicken wird!
Naja, seis drum – sein Abgang wird auf jeden Fall richtig viel Geld in die Transferkasse spülen (wenn denn alles so bleibt wie es derzeit ist). Einige Medien kolportieren, das er angeblich schon mit Bayer Leverkusen für die nächste Saison einig sei – na ich bin ja mal gespannt wie es in der Sache weitergeht!
Entscheidend für mich: Die Mainzer haben 3 wichtige Punkte um die Meisterschaft (*smile*) eingesammelt – alles andere sind lediglich Randerscheinungen!
Tags: 1. FC Kaiserslautern, André Schürrle, Chadli Amri, Lewis Holtby, Nico Bungert







