2 Halbzeiten mit 2 unterschiedlichen Mannschaften

22.08.2011

Wie soll ich das bezeichnen, was sich in meinem Kopf breit macht wenn ich an das gestrige Spiel denke? Leere? Nein passt nicht. Fassungslosigkeit? Hmm – auch nicht wirklich. Bestätigung? Nein auch das trifft es nicht. Überraschend? Und Faszinierend? Ja ich denke diese beiden Wörter passen recht gut.

Was gestern in der CofaceArena passiert ist, das wird garantiert im Bundesligasaisonrückblick erwähnt. Zu recht dann auch, wie ich finde.

Erste Halbzeit: Mainz05 spielt mit einer erdrückenden Übermacht und Schalke 04 wird in den ersten 18 Minuten regelrecht auseinandergenommen. Da stand es nämlich schon 2:0 für Mainz (durch Tore von Soto und Ivanschitz). Alles sah nach einem schönen und fröhlichen Bundesligaereignis aus und insgeheim hatte ich schon ein klein wenig Mitleid mit Schalke. Aber das war völlig unnötig und unbegründet.

Mainz schaffte es nicht noch einen 3. oder 4. Treffer draufzusetzen und so konnte sich Königsblau mit diesem Halbzeitstand in die Kabine retten.

Danach wechselte Rangnick aus – es kamen Draxler und Farfan. Und bei dem Namen Draxler höre ich auf – ich hab schon öfter gesehen, das er Spiele entscheiden kann. Diesesmal hat er es zwar nicht alleine gemacht aber dieser Wechsel gab der Offensivleistung von Schalke einen mächtigen Schub. Mainz wurde förmlich in den eigenen Strafraum gedrängt und es gab kaum noch Entlastungsangriffe auf die Schalker Seite. So dauerte es auch nicht lange bis das erste Tor und das Zweite fiel.

Auch wenn mich das natürlich wurmte, so hatte ich diesen Ausgleich doch kommen sehen. Doch das Mainz sich dann dermaßen zurückzog fand ich dann doch etwas erschreckend. Zumal nach dem 2:3 Mainz nochmal hätte ausgleichen können. Stattdessen haute – ausgerechnet Fuchs – einen Freistoss unhaltbar in die Mainzer Maschen. Das hat der Kerl in seiner Mainzer Saison glaube ich kein einziges Mal hinbekommen, dafür es klappt jetzt aufeinmal bei seinem neuen Verein.

Endstand war damit 2:4 für den FC Schalke 04 – und das war ein nicht unverdienter Sieg! Respekt und Glückwunsch!

Für die Mainzer – allen voran Thomas Tuchel – wird sich in der Analyse zeigen, woran es lag, das die Rheinhessen dermaßen eingebrochen sind. Oder mal klären, wo die Mannschaft aus der 1. Halbzeit abgeblieben war…

Fuchs hatte erwartungsgemäß beim Mainzer Anhang keinen guten Stand – bei jedem Ballkontakt gab es Pfiffe (etwas, das ich nicht unbedingt für Sinnvoll halte…). Dafür war Lewis Holtby der gefeierte Heimkehrer und folgerichtig hiessen alle Schalker Spieler bei der Vorstellung “Holtby” mit Nachnamen.


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