Kommentar: Euphorie am Ende
16. August 2006 von JvH | « zurück zur Hauptseite
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Machen wir uns nichts vor. Die Euphorie der Fussball WM in Deutschland konnte sich nicht halten und nicht in den Bundesligaalltag übernommen werden. Das ging aber auch gar nicht.
Die Begeisterung gründete sich auf die Leistungen unserer Nationalelf. Doch die Riesenparty WM ist nun vorbei, was bleibt ist das Aufräumen, jemand stellt die Musik leiser und wir kommen zurück in den normalen Alltag.
Doch auch wenn die Euphorie abebbt, was bleibt ist das gestiegene Interesse für Fussball - bevorzugt bei den Damen. Es ist schön mitzubekommen, wie immer mehr Frauen sich für Fussball begeistern. Mag es manchmal aus unterschiedlicher Motivation sein (”Hast Du gesehen was DER für tolle Waden hat?”) und dadurch die Sicht der Dinge unterschiedlich ausfallen (”Vielleicht ist er kein so toller Stürmer, dafür sieht er aber viel besser aus als der Andere!”), so wird aber doch die “Gnädigste” dieses mal uns Männern viel bereitwilliger Erlauben, Fussball zu schauen.
Vielleicht wird es den einen oder anderen Mann stören, wenn die traditionell männlichen Gefilde so langsam von den Frauen erobert werden, doch denke ich sollte man als Mann völlig cool bleiben, sich zurücklehnen und sich über die Kommentare (Frauen können ja nie schweigen!) insgeheim amüsieren. Oder man trifft sich wie gehabt mit seinen Kumpels, knallt sich ein paar Bier rein und gröhlt gemeinsam die Vereinshymnen oder weint wenn der Lieblingsverein verloren hat. Die Frau wird es aber diesesmal vielleicht eher verstehen, warum sie “schon wieder” Fussball gucken wollen.
Apropos, es sollte natürlich keiner heute abend das Spiel Deutschland gegen Schweden in Gelsenkirchen verpassen. Auch wenn sie noch mit Adidas-Schuhen kicken müssen.
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