DFL und YouTube
2. November 2006 von JvH | « zurück zur Hauptseite
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Es entwickelt sich zu einer regelrechten Posse ohne das ein Ende absehbar ist. Die DFL geht mittlerweile gnadenlos gegen “Rechteverletzer” vor, die ihre privaten Fanvideos von Fussballspielen (und hier müssen nichteinmal Spielszenen oder gar Spieler zu sehen sein sondern lediglich Bilder von FanBlocks bei ihren Choreos o.ä.) bei YouTube oder ähnlichen Anbietern hochladen.
Mittlerweile fangen aber die Fans an, sich dagegen zu wehren.
Blogs gegen den DFL-Wahn:
Doch worum geht es hier eigentlich wirklich:
Die DFL hält die Rechte an den Bundesligaspielen (diese wurden ihr von den Vereinen verkauft). Somit ist die DFL die alleinige Rechteinhaberin und darf diese kommerziell verwerten.
Auf den Eintrittskarten steht eindeutig, das Filmaufnahmen von Spielen untersagt sind. Geklärt ist hiermit aber nicht, ob damit auch die Aufnahmen von Fan-Choreos verboten sind denn daran kann der Verein (und damit die DFL) eigentlich gar kein Recht besitzen.
Klar ist, das Videomitschnitte von arena, DSF etc. auf jeden Fall geschützt sind und somit das Hochladen ohne ausdrückliche Genehmigung illegal ist.
Streng genommen sind Aufnahmen mit einem Handy, die das Spielgeschehen und die Spieler zeigen, auch illegal. Doch mal ernsthaft: Wer käme auf die Idee, solche verwackelten Aufnahmen in schlechter Qualität zu vermarkten?
Herr Bender von der DFL nennt ein solches Video, das von FanFaktor bei YouTube hochgeladen wurde und das ein paar Sekunden eben solch verwackelter Aufnahmen zeigt, gar “fast kriminell“.
Meiner Meinung nach wird hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Klar ist, das Videoaufnahmen des kompletten oder von Szenen des Spiels als illegal anzusehen sind, doch sollte hierbei immer die Qualität der Aufnahme berücksichtig werden. Verwackelte Videokurzschnippsel von jubelnden Fans dürften wohl kaum die Einnahmen aus dem Internetvertrieb schmählern.
Dadurch, das mittlerweile Fussballfans durch solche Aktionen “kriminalisiert” werden, wird die Entwicklung einer SubSzene, in denen solche Dinge dann “unter der Hand” publiziert werden, forciert. So wie es in der “Raubkopiererszene” schon lange üblich ist.
Doch noch was anderes: Wenn ich jetzt nächstes Jahr zwangsläufig einen GEZpflichtigen PC besitze, habe ich dann mit meinen Gebühren nicht schon die YouTube-Schnippsel von Monica Lierhaus und Kollegen bezahlt?
Quellen: Indiskretion (blog.Handelsblatt), Unser Fussball, Szenenapplaus
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